Lage, Klima, Geologie

Das Klima der ganzen Region ist mediterran: Auf trockene, heisse Sommer folgen milde Winter. Durchschnittlich fallen jährlich 500 - 600 mm Niederschlag pro qm, der grösste Teil davon in den Monaten März bis Mai - ausreichend also für ein gutes Wachstum der Weinreben. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt 14,43ºCelsius, wobei die Temperaturen regional - abhängig von der Höhenlage - leicht differieren.
Die durchschnittlich 2.500 Sonnenstunden pro Jahr, die hier gezählt werden, sorgen für eine perfekte Reife der Trauben. Natürlich sagen solche Durchschnittswerte bei einem Gebiet mit so vielen unterschiedlichen geographischen Strukturen wenig aus. Gerade die unzähligen Unterschiede im Mikroklima sind es, die die weinbaulichen Möglichkeiten im Penedés so vielfältig machen. So ist der Bajo Penedés als heisseste Region des Gesamtgebietes traditionelles Anbaugebiet für Rotweinsorten wie Garnacha und Cariñena.
Im ansteigenden Garraf mit seinen kalkreichen Böden bringen auch an heissen Sommertagen leichte Winde vom Meer her Kühle in die Berge. Hier ist das Zentrum des Xarello- und Macabeo-anbaus, wobei ein Grossteil dieser traditionellen Weissweinsorten zur Cavaherstellung verwendet wird.
Die Weinberge im Alto Penedés gehören zu dem höchstgelegenen Europa. Hier wird bis auf eine Höhe von gut 800 Metern Wein gepflanzt. Das Klima ist dort kühler als in den anderen Regionen. In dieser Zone hat die Parellada ihr traditionelles Domizil. Hier wird auch seit einiger Zeit mit den edelsten deutschen und französischen Weissweinsorten erfolgreich experimentiert. Der Chardonnay entwickelt sich dabei zu einem fruchtigen, ausdrucksstarken Wein; Riesling, Gewürztraminer und Muskat d'Alsace bringen Qualitäten, die neben den Gewächsen ihrer ursprünglichen Heimat gut bestehen können.
So unterschiedlich wie die Landschaft des Penedés sind auch seine Bodentypen - die allerdings eines gemeinsam haben: Sie eignen sich grundsätzlich alle für den Weinanbau. Im Bajo Penedés, dem Meer zu, dominieren die sandigen Böden, auf denen hervorragende Rotweine wachsen. Die Böden der Garraf, des ansteigenden Küstengebirges, sind dagegen sehr kalkhaltig. Den grössten Teil des Alto Penedés nehmen Lehm-Sand-Mischungen in unterschiedlichem Verhältnis ein, immer begleitet von Kalkstein.