Jumilla DO

Die im Südosten Spaniens gelegene Ursprungsbezeichnung Jumilla (D.O. Jumilla) erstreckt sich über ein Übergangsgebiet zwischen dem Küstenstreifen am Mittelmeer und der Südmeseta Kastilien-La Manchas.

Ihre Orografie zeichnet sich durch ausgedehnte, von Bergen eingefasste Täler und Ebenen aus. Diese D.O. schützt die Produktion zweier ausgedehnter Gebiete, eins in der Provinz Murcia (Gemeinde Jumilla), wo 45% der Weine erzeugt werden, und ein weiteres in der Provinz Albacete (Gemeinden Montealegre del Castillo, Fuenteálamo, Ontur, Hellín, Albatana und Tobarra). Derzeit besitzt sie über 30 000 Hektaren registrierter Rebfläche, deren Weingärten durchschnittlich in 400 – 900 m Seehöhe liegen.

Die D.O. Jumilla zählt zwar mit ihrem Reglement aus dem Jahre 1966 zu den ältesten Ursprungsbezeichnungen Spaniens, doch vollzog sich dort mit Beginn der 1990er Jahre ein tiefgreifender Wandel, der den Grundstein für die derzeitige Weinproduktion dieser Region gelegt hat: Es entstehen heute sauberere, aber dennoch fruchtige Weine, die sowohl aus autochthonen Rebsorten wie insbesondere der Monastrell als auch aus den eingeführten Sorten Syrah und Merlot gekeltert werden.

Damals entstand eine neue Generation eleganter Weine, von denen einige auch nach biologischen Verfahren erzeugt werden. Vornehmlich handelt es sich um junge Weine, bei denen die Rebsorte Monastrell dank der Versiertheit erfahrener Winzer zu beeindruckenden Ergebnissen führt.